Direkt zum Inhalt
2016-09-09
Ausflugstipps

Im Land der Kraniche - Kranichzug im Herbst an der Ostsee erleben

Zwei Kraniche im Vordergrund, einer dahinter. Die beiden vorderen haben die Schnäbel nach oben geneigt. Graues Gefieder.

Einer karibischen Lagune gleicht die schmale Meerenge zwischen Bodden und Ostsee. Diese unberührte Landschaft bietet jährlich bis zu 60.000 Kranichen einen Nist- und Rastplatz auf ihrer Reise in den Süden.

Graue Kraniche hautnah erleben im Herbst

Von September bis Anfang November haben Tierbeobachter und Naturfans die Möglichkeit die grauen Kraniche in ihrem natürlichen Verhalten und Habitat ganz nah zu sein. Denn die Vorpommersche Boddenlandschaft ist der zweitgrößte Rastplatz Europas auf ihrer Reise in den Süden. 

Vier Kraniche fliegen am Himmel.

Die Vögel des Glücks

Mit einer Größe von 1,20 Meter und einer Spannweite von 2,20 Meter ist dieses imposante Tier von weitem nur schwer zu übersehen und mit dem schmetternden Trompetenruf bis zu zwei Kilometern auch nicht zu überhören. In vielen Kulturen, wie Japan, China oder Indien gilt der Kranich noch heute als Symbol für Wachsamkeit, Klugheit und ein langes Leben. Es waren aber die Schweden, die ihm den Namen „Vogel des Glücks“ gegeben haben. 

Ein Kranich läuft über das Feld.

Tänzer des Boddens

Ab Mitte Februar zieht es die grauen Kraniche zurück in ihre Brutheimat nach Skandinavien. Ein letztes  Mal tanken die Zugvögel am Bodden Energie auf, bevor sie die Ostsee überqueren. Und obwohl die majestätischen Vögel monogam leben, kann man zu dieser Zeit die spektakulären und schönsten Balztänze im ganzen Vogelreich beobachten. Mit aufgestellten Flügeln und vollem Federkleid umtanzen und beschreien sich Männchen und Weibchen. Jedes Jahr wieder, ein Leben lang. 

„Drei Kraniche, einer hebt sich leicht über die anderen. Ein weiterer daneben.

Die besten Beobachtungs-Spots

Das bedeutendste Rastgebiet ist die Bock-Rügen-Kirr-Region im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Gleiche mehrere Aussichtsplattformen bieten die Chance die Kraniche hautnah zu erleben. Welche das sind, hat die Kranichkarte vom Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst zusammengestellt. Mit der Nationalpark-Card „Beobachten – ohne zu stören“ kann man sogar auf Entdeckungstour gehen, wenn das Gebiet um Pramort (externer Link)während der Rastzeit eigentlich für Besucher gesperrt ist.

Kraniche fliegen am Himmel.

Mit den Kranich-Profis unterwegs

Wer alles über die scheuen Tiere wissen möchte, nimmt am besten an einer geführten Exkursion mit dem Kranichzentrum Groß Mohrdorf teil. Ab September kann man die beliebten und meist schnell vergriffenen Touren buchen. Ein besonderes Erlebnis sind auch die Kranichbeobachtungstouren mit der Reederei Kruse und Voß GmbH. Vom Schiff aus kann man das Naturschauspiel aus einer ganz anderen Perspektive beobachten.

Viele Kraniche an einer Stelle versammelt.
Hier gibt's mehr Infos

Die Kranichzüge sind für Tier- und Naturliebhaber ein unvergessliches Erlebnis. Wir wünschen ganz viel Spaß beim Beobachten.

Credit: © Mario Müller – www.darssfotograf.de(externer Link)

Links:

Nationalpark-Card (externer Link)

Kranichkarte(externer Link)  

Kranichzentrum Groß Mohrdorf(externer Link)  

Kranichbeobachtungstouren(externer Link) 

Maria Keilig
von Maria Keilig
|
zurück zur Übersicht