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2017-01-25
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Bernsteinwoche auf Fischland-Darß-Zingst

Ein großer, gelb-transparenter Bernstein mit Einschlüssen zwischen Fingern vor blauem Himmel im Sonnenlicht.

Du möchtest mehr über die jahrtausendalten und faszinierenden Schmucksteine aus fossilem Harz erfahren? Dann ist die Darßer Bernsteinwoche vom 04. – 11. Februar genau das richtige für dich. 

Bernstein an Fischland-Darß: Ein zeitloses It-Piece

Kaum ein anderer Edelstein fasziniert die Menschheit so sehr wie der Bernstein. Für seine Schönheit und heilende Wirkung wird er seit Jahrtausenden bewundert. Dennoch lag er in den letzten Jahren eingestaubt in Omi’s Schmuckschatulle. Doch diese Zeiten sind vorbei. Derzeit avanciert das „Gold des Meeres“ wieder zu einem echten It-Piece. Sehr gut, denn die Strände rund um Fischland-Darß sind europaweit bekannt für ihr enorm hohes Bernsteinvorkommen.

Ein großer, orangefarbener Bernstein in einer Hand am Meeresufer mit Wellen im Hintergrund.

Designe deinen eigenen Bernsteinschmuck

Welche Ausbeute an unseren Stränden möglich ist, beweist der Sensationsfund von Fischer Uwe Pagel. Die Dauerleihgabe ist im Darß-Museum in Prerow ausgestellt. Dem Ort, an dem auch die 11. Darßer Bernsteinwoche ausgerichtet wird. Vom 04. bis zum 11. Februar finden hier Workshops und Wanderungen rund um das Thema Bernstein statt. Unter Anleitung von Schmuckdesignern kannst du selbst kreativ werden und lernen, wie die Steine geschliffen, poliert und zu deinem ganz individuellen Schmuckstück werden.  Zur Schau tragen kannst du diese beispielsweise am Abschlussabend der Bernsteinwoche. Denn dann lädt der Kulturkaten „Kiek In“ zum Tanz mit Livemusik und Tombola.

  • Verschiedene Bernsteine an einer dunklen Schnur vor blauem Himmel.
  • Hände beim Bearbeiten eines Bernsteins an einer Schleifmaschine.

Bernsteinwanderung am Strand

Du möchtest auch endlich mal einen Bernstein finden? Dann nutze die Chance und gehe mit erfahrenen Guides auf Schatzsuche. Treffpunkt ist der Parkplatz am Bernsteinweg in Prerow.

Von hier aus startet die zweistündige geführte Wanderung zum Nordstrand. Tricks und Tipps sind inklusive. Die brauchst du auch, um die seltenen und im ersten Moment oft unscheinbaren Steine zu finden. Mit ein wenig Glück ist das dann aber gar nicht mal so schwer. Mehr zur Bernsteinwoche und den Terminen für die Werkstatt und Wanderungen findest du übrigens hier:

Ein Schattenbild einer Person am Meeresufer bei Sonnenuntergang mit Algen im Vordergrund.

Oktober bis März optimales Bernstein-Wetter

Dass die Bernsteinwoche ausgerechnet zur kalten Jahreszeit stattfindet, hat gute Gründe. Denn erst wenn sich im Herbst und Winter die gigantischen Sturmtiefs auf ihren Weg vom Atlantik bis zur Ostsee machen,  herrschen optimale Bedingungen. Perfekt ist eine Wassertemperatur von vier Grad. Warum? Bernstein hat dann dieselbe Dichte wie das salzige Wasser. Durch das aufgewühlte Meer wird das leichte Harz  nach oben gespült und schwimmt so an der Oberfläche. Wer sich jetzt auf Schatzsuche begibt, ob mit oder ohne Guide, hat beste Chancen auf Erfolg.

Hohe, schäumende Wellen der Ostsee während eines Sturms am Strand  unter grauem Himmel.

Echten Bernstein erkennen

Hunderte verschiedene Gold-, Gelb- und Rotfärbungen sowie eine oft rissige und durch die Witterung raue Kruste lassen den Stein auf den ersten Blick schlecht von anderen unterscheiden. Dennoch gibt es ein paar Eigenschaften, die schnell die Spreu vom Weizen trennen: Bernstein schwimmt beispielsweise an der Wasseroberfläche. Mit einem Wolltuch daran gerieben, lädt er sich elektrisch auf. Wenn auch kein guter Test, Bernstein brennt und schmilzt sogar. Wer starke Zähne hat, kann auch den Beißtest machen. Die Oberfläche ist weicher als bei normalem Gestein.

Eine lächelnde Frau mit Brille und Schal am Meeresufer hält ein Stück gelben Bernstein in der Hand.

Im Schwemmgut wühlen

Wo aber versteckt sich denn nun das kostbare Harz?  Im Schwemmgut. Dort wo sich Tang und Muschelschalen mit dem schwarzen Rollholz verknoten, verfängt sich auch der Bernstein. Es lohnt sich also, beherzt das salzige Seegras zu durchwühlen. Einheimische warten allerdings nicht darauf bis die verwitterten Holzstücke und Muschelfelder an den Strand gespült werden. Mit Wathose, Kescher und Stirnlampe ausgerüstet, fischen ambitionierte Sammler das Schwemmgut bereits im seichten Wasser bei Sonnenaufgang ab.

 

Eine Gruppe von Menschen bei der Bernsteinsuche an einem schneebedeckten Strand am Meer.
Du musst kein Profi sein

Mit ein wenig Glück und Geduld kann jeder Bernsteine finden. Zum Beweis: Unsere liebe Kollegin Yvonne hat sich nach Sturm „Axel“ auf die Socken gemacht und wurde mit einem sechs Zentimeter großen „Goldstück“ beschenkt. Ein wirklich schönes Exemplar. Allerdings  noch kein Vergleich zu dem 365 Gramm schweren Bernsteinriesen, den unser Dad auf einem Acker vor Prerow gefunden hat.

Maria Keilig
von Maria Keilig
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